3:1 gegen SC Oberhavel Velten – Bewährungsprobe bestanden

Written by fcschwedtfanblog on 3. November 2013 12:40 o'clock

    

Mit einem Spiel Rückstand punkt - und torgleich haben wir zum Spitzenreiter Teltow aufgeschlossen, der seinerseits Zuhause gegen Bernau nur remisierte. Wahrhaftig nicht die einzige Überraschung des Spieltages. Zum Glück wurden wir diesmal nicht zum „Glücksbringer" für den Kontrahenten SC Oberhavel Velten. Trotzdem muss man den Veltenern ein Kompliment machen, denn mehr als einmal brachten sie besonders über die linke Seite gefährliche Pässe in die Außenposition – ganz im Gegensatz zu Premnitz, deren spielerische Ausstrahlung nur zu einer Halbchance führte, die dann allerdings per Elfer das 0:1 brachte.

Das Deja-vu (der Berliner würde sagen, allet schon ma jehabt) in der heutigen Partie für uns dann allerdings in der 6. Minute. Velten fuhr über links einen schön vorgetragenen Angriff, mit genauer Flanke in die Mitte, wo Männel ungedeckt vollenden konnte. Auf unserer rechten Seite operierte anfangs z. B. ein auffällig körperlos spielender Adamczak und die Innenverteidigung, in der heute Figur erst ab 80. Minute spielte, bot nicht nur beim Tor ungewohnte Freiräume. Trotzdem geschockt war unser Team nicht wirklich. Denn Oertel passte auf der linken Seite zu M. Lapinski, der den Ball entschlossen im rechten Eck des Tores versenkte. 1:1 – unhaltbar. Wenig später war es der gleiche Spieler, der in den Strafraum dribbelte, dort nur noch unfair vom Ball getrennt werden konnte. Sehr sicher verwandelte Oertel (16.) den fälligen Strafstoß. Mit dem 2:1 war das Spiel gedreht.
Die nötige Lockerheit wurde damit aber nicht erreicht. Unser Spiel wirkte insgesamt teilweise sehr gehemmt. Ohne hier in eine Einzelkritik zu verfallen, schöpften für mich eigentlich nur wenige Spieler ihr Leistungsvermögen aus. Marcin Lapinski gehörte ohne Zweifel dazu.
Sein Pfostenkracher in der 27. Minute und kurz danach sein Fallrückzieher (bei dem das Torwartdilemma von Velten deutlich wurde) waren sehenswert. Oder ein Lukas Kargol - zwar nicht ganz so auffällig wie sonst - schuf auf links durchaus einige gefährliche Momente im ganzen Spiel.
Die 2. Halbzeit begann, aber die spielerischen Akzente wurden weder von uns und schon gar nicht von SCO gesetzt. Nach Martin Oertel in der ersten HZ holten sich Schmidt und M. Lapinski Gelbe Karten ab. Über seine Beurteilung von Zweikämpfen könnte der Schieri ruhig einmal nachdenken - nach meiner Meinung. Dass er aber von Anfang an die Mannschaften in fast identischer Farbgebung - FC 02 in dunkelblau, Velten schwarz-grün, der SCO-Keeper in einem ähnlichen Blau wie Schwedt – spielen ließ, ist schon mehr als grenzwertig.
Aber die spielerische Blockade löste sich dann doch ein wenig Mitte der 2. Hälfte. Die Einwechslung von Ph. Ulrich, der sogar eine gute Torchance erspielte, brachte zudem noch eine Belebung. Leider vergaben unsere Mannen Hochkaräter. M. Lapinski legte am Tor vorbei, Oertel – allein vor dem Keeper – bracht den Ball nicht im Tor unter. Prz.Lagiewczyk, der weiterhin Ladehemmung hat, scheiterte mit Fernschuss. Und das sind nicht alle Möglichkeiten zwischen der 70. und 85. Minute. Dennoch dem Dauerdruck waren die Veltener in der 86. Minute nicht gewachsen: M. Lapinski schießt aufs Tor, Der TW lässt prallen, Oertel staubt ab zum 3:1. Endstand.
„Bewährungsprobe bestanden," resümierte Trainer Marcus Erben, „aber das nächste Mal wird wieder richtig Fußball gespielt:" Dem ist nichts hinzuzufügen.
P.S. Mit einer Schweigeminute haben wir des tragisch verunglückten Benjamin Ulrich gedacht.

(JK)

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